Das Titelbild mit Fischhofpark und zugehöriger Brücke in Tirschenreuth.

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Dorfwettbewerb
Neue Impulse für starke Dörfer: Die Oberpfalz stimmt sich auf die neue Wettbewerbsrunde ein

Eine große Personengruppe hat sich zum Gruppenbild auf einer Treppe vor einem helben Haus aufgestellt.

(02.07.2026) Tännesberg, Lkr. Neustadt an der Waldnaab - Wie kann der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ neue Impulse für die Entwicklung ländlicher Gemeinden setzen? Was brauchen Dörfer, um ihre Zukunft gemeinsam aktiv zu gestalten? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Kreisfachberater der Oberpfalz sowie Multiplikatoren bei einer Informations- und Austauschveranstaltung des Bayerischen Kompetenzzentrums Ländliche Entwicklung (BayLE) und des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz im Haus der Biodiversität in Tännesberg.

Die Veranstaltung fand im Vorfeld der 29. Wettbewerbsrunde statt, die im Herbst 2026 startet. Im Mittelpunkt stand das neue Motto „Unser Dorf. Unsere Zukunft“, das den Fokus bewusst auf die Menschen im ländlichen Raum legt. „Der Wettbewerb soll den Gemeinsinn stärken, bürgerschaftliches Engagement wecken, identitätsstiftend wirken und Wertschätzung und Anerkennung für Geleistetes geben“, erklärte Kurt Hillinger, Amtsleiter ALE Oberpfalz, in seinem Grußwort.

Um den Einstieg zu erleichtern und noch mehr Dörfer zum Mitmachen zu motivieren, ist künftig ein Startgeld von 1.000 Euro für gute erste Aktionen vorgesehen. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmer Einblicke in neue Inhalte des Wettbewerbs und lernten Unterstützungsangebote der Ländlichen Entwicklung kennen.
In einer Podiumsdiskussion berichteten Fachleute und ehemalige Wettbewerbsteilnehmer aus der Praxis und diskutierten, wie der Dorfwettbewerb neue Dynamik gewinnen kann. „Der Wettbewerb ist wichtig, damit die Dörfer Zukunft haben. Er muss attraktiver werden und wird es auch, er muss greifbar sein.“ betonte Albert Nickl, Bürgermeister Speinshart.

Am Nachmittag wurde die Theorie bei einem Rundgang durch Tännesberg greifbar. Behördenleiter Kurt Hillinger führte zusammen mit Altbürgermeister Klaus Meyer, Karl-Heinz Dommer und Anne Wendl vom Büro Landimpuls sowie Architekt Peter Kuchenreuther die Gäste zu ausgewählten Stationen im Dorf und zeigte, wie sich Tännesberg den Herausforderungen der Zukunft stellt. Dazu gehörten die Polsterei Querlage, die Baustelle der entstehenden Tagespflege sowie der Gasthof Lederer.
„Man möchte ein Umfeld haben, in dem man sich wohlfühlt, das Heimat ist. Als Gemeinschaft schafft man Räume, in denen Menschen zusammenkommen,“ sagte Klaus Meyer, Werksleiter Sibyllenbad.

Die Veranstaltung bot Raum für Vernetzung, Erfahrungsaustausch und neue Ideen rund um den Dorfwettbewerb. Praxisbeispiele aus der Oberpfalz machten deutlich, wie vielfältig erfolgreiche Dorfentwicklung aussehen kann. Die enge Kooperation mit den Kreisfachberatern sowie gezielte Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Wettbewerbs sollen mehr Dörfer zur Teilnahme bewegen.

Fotos: Marina Schinner, ALE Oberpfalz, Abdruck honorarfrei