Das Titelbild mit Fischhofpark und zugehöriger Brücke in Tirschenreuth.

RSS-Feed Pressemitteilungen des StMELF

Immer aktuell informiert über die Pressemitteilungen des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF).

Aufruf des Presse-RSS-Feeds

Baukultur
Identitätsstiftende Gebäude im Blick

Dreiköpfiges Experten-Podium und Moderator bei der Tagung in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

(31.03.2026) Flossenbürg, Lkr. Neustadt an der Waldnaab - Ein reger Austausch über die Bedeutung von Gebäuden als identitätsstiftende Räume prägte den Abend „Das lassen wir mal so stehen“ im Veranstaltungsraum der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg (Landkreis Neustadt an der Waldnaab). 80 Interessierte waren der Einladung gefolgt. Die Veranstaltung, initiiert von der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung, dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege e.V. und dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten Bayern, setzte bewusst auf offene Fragen statt fertiger Antworten.

Über Baukultur wird viel gesprochen, engagiert gearbeitet – und doch verschwinden vielerorts prägende Gebäude, oft schneller, als neue Ideen greifen können. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit bleibt eine Lücke. Warum ist es uns wichtig, heimatprägende Gebäude zu erhalten, – und warum handeln wir in der Praxis oft anders? Was braucht es, um vom Wissen ins Tun zu kommen?
Nach der Begrüßung durch Gedenkstättenleiter Prof. Dr. Jörg Skriebeleit und unter der Moderation von Michael Kühnlein und Karlheinz Beer (bda Kreisverband Niederbayern-Oberpfalz) entwickelte sich ein vielschichtiger Austausch über Verantwortung, Entscheidungsprozesse und die Zukunft des Bauens im Bestand.

Prof. Lydia Haack (Präsidentin Bayerische Architektenkammer), Dr. Rudolf Neumaier (Geschäftsführer Bayerischer Landesverein für Heimatpflege) und Dr. Anne Ritzinger (Sachgebietsleitung Dorferneuerung am Bayerischen Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung) diskutierten gemeinsam mit dem Publikum, welche Rolle Baukultur für Identität spielt und was es braucht, um vom Wissen ins konkrete Handeln zu kommen, um heimatprägende Gebäude zu erhalten. Hierbei kamen auch Objekte in Kruppach, Maiersreuth und Plankstetten zur Sprache, die mit Unterstützung des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberpfalz erhalten werden konnten und als gute Beispiele für die Sanierung des Bestands dienen.

Beim anschließenden Get-together wurde der Dialog in persönlichen Gesprächen vertieft und bot Raum für neue Perspektiven, kritische Fragen und gemeinsame Ansätze: Ein anregender Abend zwischen Fachdebatte und gesellschaftlicher Reflexion, der zeigte, was Ländliche Entwicklung, Architektenschaft und Heimatpflege gemeinsam erreichen können.

Dreiköpfiges Experten-Podium und Moderator bei der Tagung in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Jakob Oberpriller